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Bohin

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Bohin

Sinnliche Zwischenwelten
Christina Bohin

Schloß Neuenhagen

16259 Bad Freienwalde
O.T Neuenhagen

Seit 10. Mai 2010 Mitglied im Kunstverein Kunstrefugium e. V. München








2004 Die Serie der Duft der Frauen wurde 2004 in Shangdo mit dem Puplikums Award ausgezeichnet. WUYISAN INTERNATIONAL PHOTOGRAPHY FESTIVAL IN CHINA
2006 Liwan
"Liwan" 2006 Exellent Photography Biennial Exhibition China Jinan
Formal setzt Bohin bei der Inszenierung ihrer Modelle auf klassische
Posen der Malerei
des 19. Jahrhunderts. Dabei bevorzugt sie die formvollendeten odalisken Körperansichten
von Ingres, die sie dann mit der barocken Sinnlichkeit eines Rubens füllt. (Magdalena,
Boudoir, Stiller Akt, Duft der Frauen)
Manchmal hebt sie nur einzelne Körperfragmente hervor wie den roten vollen Mund in
Blossom, die langen nackten Beine und die alabastergleichen Brüste aus der Serie Der
Duft der Frauen, der wohlgeformte Allerwerteste in Die Liegende. Die Ausschnitte
fokussieren den Blick des Betrachters auf die weiblichen Merkmale, die eigentlichen
Objekte des Begehrens. Der Betrachter wird sich mit einem Mal bewusst, dass er
identisch ist mit dem Kunden, dem Liebhaber. Bohin entlarvt den voyeuristischen Blick auf
diese Frauen und gleichzeitig signalisiert sie, dass dieser legitim ist. Die Frauen sind sich der begehrlichen Blicke bewusst und genießen. Sie sind schön, warum sollten sie sich
verstecken?
Schnell wird klar, dass sie ihre Kurven nicht in erster Linie dem Gegenüber zur Schau
stellen, sondern sich selbst. Das Motiv des Spiegels als Selbstreflexion spielt hier eine
besondere Rolle und taucht immer wieder in den Fotografien von Bohin auf. Manchmal
sichtbar, manchmal versteckt, und manchmal übernimmt die Fotolinse die Funktion des
Spiegels. (Boudoir, Magdalena) Dabei balanciert Bohin mit dem Spiegelmotiv zwischen
Narzissmus und Selbsterkenntnis. Die Grenze ist eine dünne zerbrechliche Linie, der
betörende Duft des Körperlichen verwischt sie wieder.

Minh An Szabó de Bucs

© ArtOffer 1999-2012