Die Malerei ist Schwerpunkt meiner künstlerischen Auseinandersetzung. Daneben interessieren mich experimentelle Zeichnung, Fotografie und zu besonderen Anlässen immer wieder auch "Lichtmalerei" als Ausdrucksmittel, das ich 2002 im Rahmen eines multimedialen Kunstprojektes für mich entdeckt habe. Seither ist mir die Zusammenarbeit mit Performance-Künstler/innen (zeitgenössische Musik / zeitgenössischer Tanz) für den künstlerischen Dialog ebenso wichtig.
Es kommt mir bei meiner Arbeit nicht auf die genaue Wiedergabe von Wirklichkeit an, sondern vielmehr auf das Gefühl, den Ausdruck von dem, was wir "Wirklichkeit" nennen. So bewege ich mich zwischen abstrakten und konkreten Bildwelten, denen ich die eigene Aufmerksamkeit und Sensibilität für alles, was alltäglich um mich her geschieht zugrunde lege. Dazu gehört auch, dass ich die aktuellen Geschehnisse in der Welt mit offenen Augen und Ohren verfolge und in die Kunst mit einbeziehe. Hierbei habe ich mich schon sehr früh für eine atmosphärische Erzählweise bei der Umsetzung meiner Gedanken und Gefühle entschieden.
Schon vor vielen Jahren entdeckte ich meine künstlerischen Entfaltungsmöglichkeiten in der Collage, insbesondere im ganzflächigen Collagieren von Papier oder Fotografien auf Leinwand. Indem ich Zeitungsfotos als Malgrund meiner Leinwände verwende, schenke ich – während dieser ersten Entstehungsphase – meine volle Aufmerksamkeit den Helldunkelwerten und Strukturen. Sie inspirieren mich, sind Input für den gesamten Bildaufbau. Fotografien von mir wichtigem Inhalt entstammen in der Regel dem eigenen Fundus und werden unter entsprechendem Blickwinkel in die Gesamtkomposition eingearbeitet.
Längere Aufenthalte in Lateinamerika und Asien haben immer wieder meine Malerei beeinflusst. Sie wird von den wechselnden Lebens- und Denkweisen der verschiedenen Kulturen geprägt.
Die Begegnung mit dem "Fremden, dem Andersartigen" machte ich über einen längeren Zeitraum zum Inhalt meiner Arbeit. Meine gleichzeitige Faszination für Metropolen und einfache Natur-Landschaften dient mir immer wieder als Grundlage intensiver Überlegungen und künstlerischer Auseinandersetzungen zum Thema Mensch-Natur-Umwelt.
Meine Arbeiten handeln von der Vision (wert-)freier Räume, in denen eigene Zuversicht und Stärke gedeihen können sowie geistig-emotionale Toleranz unser Denken und Handeln bestimmen. Diese freien Räume sind in meinen Arbeiten in Gestalt von abstrakten Raumgebilden oder Landschaften zu finden.
Die Natur ist mein großes, immer wiederkehrendes Thema. In ihr sehe ich eine Metapher für das Wechselspiel von Innen und Außen, vom Werden und Vergehen in seiner Unbegrenztheit. Auch die menschliche Figur binde ich hier und da sichtbar in den Naturgedanken ein.