Carlos Bunga – I am a Nomad

4. Juni bis 6. September 2015

Der portugiesische Künstler Carlos Bunga (*1976 in Porto, lebt und arbeitet in Barcelona) 
wurde in den letzten Jahren durch seine raumfüllenden ortsspezifischen Installationen be-
kannt. In seinem Schaffen bilden Architektur, Malerei und Design wichtige Referenzfelder. 
Bungas Installationen sind meist komplexe, labyrinthische Strukturen, die er aus Pappkar-
ton baut und mit Klebeband fixiert. Der Karton wächst und erstreckt sich durch die jewei-
ligen Ausstellungsräume, übernimmt deren Charakteristik und wird selbst wieder zum Raum. 
Dabei interessiert sich der Künstler für den Umgang mit dem Material selbst, für die ma-
lerisch-installative Aneignung von Standorten und die Vergänglichkeit von Architektur.

Seine Werke werden in situ konstruiert, wobei der Künstler keinen Vorzeichnungen folgt, 
sondern – von den architektonischen Gegebenheiten ausgehend – die Arbeit intuitiv kon-
zipiert. Durch Bungas Interventionen wird die Aufmerksamkeit auf vorher nicht Beachtetes 
gelenkt.

In seiner Ausstellung, die ab 4. Juni 2015 im Museum Haus Konstruktiv in Zürich zu sehen 
ist, wird Carlos Bunga eine architektonische Parallelwelt im 4. Stock konzipieren. Ein Raum 
im 3. Stock ist den Zeichnungen, Skulpturen und Videoarbeiten gewidmet, die Bunga im 
Nachhall zu seinen Installationen entwickelt.

Die Ausstellung ist die erste Präsentation des portugiesischen Künstlers in der Schweiz, der 
für den Artes-Mundi-Kunstpreis 2014 nominiert war.

Zur Ausstellung erscheint in Artphilein Editions ein Künstlerbuch mit Skizzen von Carlos 
Bunga, das im Museumsshop erhältlich sein wird.

Vernissage: 3. Juni, 18 Uhr. In Anwesenheit des Künstlers.  

Carlos Bunga
Landscape, 2011
Site specific installation at Hammer Museum, Los Angeles
Photo: Brian Forrest
Carlos Bunga in his studio near Barcelona, 2014
Carlos Bunga
Mental Space, 2010