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Frankreich
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Krzis Lorent (alias frederiqueK) frederique

critique
„Malen heißt, auf der Suche nach sich selbst zu sein, und am Ende das Andere zu finden.“

In der Malerei von Frederique Krzis-Lorent, bekannt unter dem Namen FrederiqueK, ist alles – von der Farbe bis zum Pinselstrich - Sprache und Bedeutung.
Bevor sie sich ausschließlich der Malerei widmet, war FrederiqueK Architektin. Ihre Ausbildung und Erfahrung auf diesem Gebiet hinterlassen eindeutige Spuren in ihren Bildern. FrederiqueK lässt – den geraden Linien treubleibend - ihre Bilder oft ausgehend von Rechtecken entstehen, einer Form, deren reiche Symbolik ihr besonders entgegen kommt. Aber die Strenge hat nichts mit Starre zu tun. Die Leichtigkeit in ihren Arbeiten entsteht durch das gegebene Material. Um die Effekte zu unterstreichen, zögert sie nicht, auf unvorbereiteten Bildern zu arbeiten. Diese Leichtigkeit offenbart sich in der feinen malerischen Geste oder in ihren bevorzugten Themen: die Frau, die Mode oder den Agaven.
Gestützt auf Technik und Bewegung, wäre die Malerei nur ein leeres Schneckenhaus, wenn sie nicht durch die Reflexion, die ihr Leben einhaucht, animiert wäre. FrederiqueK malt um zu zeigen, dass sie existiert. „Ich bin besessen vom Mentalen, gesteht sie ein. Malen heißt, ausgehend von der Suche nach mir selbst, etwas dem anderen mitzuteilen. Für mich ist die Malerei niemals umsonst, oder aber sie hat keinen Sinn. Die Welt ist ein Ort der Zusammenstöße und der Ausgrenzung. Sie steuert selbst ihrem Schicksal, ihrem eigenen Ende entgegen und umgibt uns mit einem Gefühl der Hilflosigkeit.“ Und trotzdem vermag es FrederiqueK in ihren Bildern dieser Hilflosigkeit zu entrinnen.
Sie ist fasziniert von der Mode und ihren Raffinessen, ihren Stoffen, dem Ideal des Dünnen, ihrem Licht, ihrem Glanz, ihren überirdischen, sich verflüchtigenden Frauen, dem Mysterium. Hinter diesen Erscheinungsformen malt FrederiqueK die Frau in ihrer Gegenwärtigkeit. „Ich bin, sagt sie, immer hin und her gerissen zwischen der Nüchternheit, dem Männlichen und dem Dekor der Feminität. Ich mag es, all dies zu enthüllen.“
Der Blick der Architektin, präzise und detailgenau, fängt das Detail ein. FrederiqueK ist eine Malerin des Details. Gleichzeitig bringt sie in diesem fragmentarischen In-Szene-Setzen das Grandiose hervor. Der Betrachter befindet sich inmitten der barocken Malerei, in der die Extrovertiertheit - Zeugnis eines wahren Leidens - es gestattet, in Kontakt mit anderen zu treten.
Ebenso sind die Agaven von FrederiqueK nicht Sinnbild der toten Natur, sondern anthromorphe Pflanzen, die Synthese einer sich bewegenden Menscheit, der Arm im Wind. Es sind ebenso ausgezeichnete Farbübungen. „ Farbe ist bei mir wie das Licht, ein Art sich auszudrücken, etwas Gesagtes. Das ist mein Leben. Ohne Farbe ersticke ich.“
Die Kunst der FrederiqueK erinnert uns daran, dass das gesprochene Wort nur ein Teil der menschlichen Beziehungen ist. Diejenigen, die sich mittels Sprache nicht verständlich machen können, suchen nach anderen Möglichkeiten. „Mir fällt es schwer mich auszudrücken, sagt sie, mich im Raum zu bewegen. Ich habe oft den Eindruck, dass, je mehr ich spreche, je mehr ich versuche mich auszudrücken, je mehr ich meine Gedanken enthülle, desto weniger verstehen mich die Menschen. Die Malerei erlaubt mir, anders zu kommunizieren.“ Die Farbspur knüpft ein Band mit dem Betrachter, was mir als Künstlerin gestattet, in seine geschlossene Welt einzudringen und den Betrachter in seiner Welt zu erreichen.

FrederiqueK, die Jahrzehnte ihre Bilder in ihrem Atelier zurückgehalten hat, sie zerstört hat, um Platz zu machen, zeigt auf stille Art, dass das Malen ein Vorwärtsgehen ist - auf der Suche nach sich selbst, um am Ende das Andere zu finden.

Alain Coudert,
Chronist im aktuellen Kunstmagazin und unter creatives.com

Übersetzung von Katja Tränkner, August 2005

bio
Nom d’artiste : frederiqueK
Née en 1956
à Rouen

- Artiste-peintre depuis 35 ans
Huile et aquarelle
- Diplôme supérieur d’architecture D.P.L.G. 1982
- + creation de dessins textiles et d’ameublement- Professeur d’Arts appliqués pendant 5 ans
- Pour la CCI de l’Oise
- Diplôme d’intervenant en Art-thérapie 2001
- Ecriture d’un ouvrage en poesie lyrique

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