Andersartiges Verstehen der Förderung des schönes Wortes, schöner Literatur und Kultur im Allgemeinen, bzw. der Verknüpfung und des Austausches des Wertes lokaler kreativen Ressourcen mit (inter)nationalen.
Natalija Grgorinić i Ognjen Rađen sind gleichzeitig die Eheleute und das Autorenpaar. Sie leben in Ližnjan, die drittgrösste Gemeinde Istriens, Nähe Pula in Kroatien. Dort haben sie zuerst, nach der Ausbildung in Kroatien und einem 8-jährigen Aufenthalt in den USA, einen gemeinsamen Traum geträumt. Und seit kurzem, leben sie diesen. Am eigenen Anwesen haben sie eine Bibliothek gegründet und diese einerseits den Einwohnern der Gemeinden Ližnjan und Medulin gratis zur Verfügung gestellt, und anderseits, den Reisenden und Gäste aus anderen Ländern die unterwegs auch nach schöne Wörter suchen. Neben dem wollen sie ihren Autorenkolleginnen und –Kollegen die Möglichkeit anzubieten das Gemütliche mit Wertvollen zu verbinden. In ihren Häuser können die Gäste gratis wohnen (möglich auch mit Familienmitglieder) und frei schreiben und schaffen. Gleichzeitig in einer unkonventionellen Art und Weise das Gemeinsamsein mit anderen Gäste zu geniessen und sich mit dem lokalen Publikum und dem Gastgeber (der auch am Anwesen wohnhaft ist) bekannt zu machen und auszutauschen. In der Zeit des warmen Meeres an naheliegenden Stränden kann man baden, mit eigenen Fahrzeugen die Tagesausflüge in grössere und kleinere pittoresken Ortschaften Istriens machen und dort nach Geschichte suchen. Und da gibt es sicherlich zu genüge Geschichten zu entdecken. Egal welcher Art: Kulturelle, künstlerische, traditionelle, historische oder vielleicht doch lieber kulinarische.
Die Kunst- und Literaturschaffenden und Eheleute Rajka Poljak und Vlado Franjević aus Triesen waren zusammen mit den bekannten kroatischen Autoren und Hochschullehrer an Zagreber Philosophischen Fakultät Marinko Koščec und Ivana Peruško die ersten Gäste im Hof „Zvona i nari“ was auf Kroatisch so viel wie die Glocken und Granatäpfel heisst, und durften dieses wunderbare Angebot geniessen.
Davor Šišović, der Journalist von „Glas Istre“, die grösste Tageszeitung Istriens, schrieb in seinem Bericht von Vlados und Rajkas Auftritt folgendes:
„Die Gäste aus Liechtenstein haben sich für die Poesie entschieden. Vlado Franjević las einige Gedichte in kroatischer Standardsprache (sonst schreibt er auch auf Deutsch) die seine Gattin Rajka Poljak Franjević danach in eigener Übersetzung im kroatisch-kajkawischen Mundartdialekt in ihrer besonderen und authentischen Aussprache interpretierte.“
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