Der Zürcher Oberländer»/«Anzeiger von Uster» Donnerstag, 15. Dezember 2005
Bilder aus der Natur
Waldraut Hool-Wolf, deren Zeichen wwdesign unauffällig in einer Ecke der Bilder bleibt, malt in Öl auf Holz. Die grossformatigen Bilder beleben zurzeit die Bücherei in Egg. Man muss sich jedoch nicht ein Holzbrett, sondern eine feine, 4 Millimeter dicke Platte aus saugfähigem Holz vorstellen.
Leinwand wäre für die verwendete Technik nicht geeignet. Denn Hool-Wolf trägt die Farbe dick auf, in mehreren Schichten. Sie liebt die schimmernde Ölfarbe. Die Bilder müssen zum Teil monatelang trocknen, bis die nächste Schicht aufgetragen werden kann. Die Bilder sind ausschliesslich gespachtelt.
Anfänglich hat die Malerin die Maserung des Holzes ins Bild mit einbezogen. Heute wirkt nur noch das Bild, nicht einmal Rahmen lenken davon ab. Rahmen würden die Bilder einsperren, erklärt die Künstlerin. In Egg zeigt sie Bäume, Blumen und Phantasiebilder. Der Betrachter darf sie deuten, sie will nicht vorinterpretieren. Ihre Kunst soll nicht auf Probleme aufmerksam machen, sondern zum Positiven führen. Die Bilder der Künstlerin sind denn auch leuchtend farbig, nicht zwingend so, wie es die Natur vorschreibt, eher so, wie es die Malerin empfindet. Und trotzdem wirken sie nicht abstrakt, sondern natürlich.
Seit sie denken kann, hat sie gemalt. An der Kunstgewerbeschule hatte sie sich auf Modedesign spezialisiert. Heute kann sie sich voll auf ihre unzähligen Projekte konzentrieren. Sie hat viele Ideen und probiert auch Unkonventionelles aus. (haf)
Ausschnitt Rümlangerblatt 30.September 2005
Wo sonst Ölwechsel gemacht und Reifen aufgezogen werden, stehen morgen (01.10.2005) Ölbilder und Fotos im Rampenlicht.
"Der Raum in dem ich meine Bilder zeige, muss lebendig sein, Atmosphäre verströmen. Deshalb hat sich die Künstlerin aus Volketswil auf die Suche nach etwas Besonderem gemacht. Fündig wurde sie in Rümlang bei der Garage Sen an der Oberglattstrasse 35a beim Riedmattcenter. "Eine Garage strahlt etwas Verruchtes aus, das gefällt mir",sagt die Hobby-Rennfahrerin. Garagen-Inhaber Sen kennt sie schon länger. Er schraubte als angestellter Mechaniker an Hools Honda herum, bevor er sich in Rümlang selbstständig machte. "Wir haben uns per Zufall getroffen. Da habe ich ihn gefragt, was er von meiner Idee hält", erinnert sich Hool Offensichtlich viel. Die Zusammenarbeit vertiefte sich, und morgen (01.10.05) Samstagabend geht die als "Art Event" betitelte Ausstellung über die Bühne. Sie hat sich mit dem Fotografen Peter Fauland zusammengetan. Die beiden wollen ihre Werke ganz in die Werkstatt integrieren. "Die Bilder stehen auf Reifenstapeln oder auf der Hebebühne", sagt sie. Auch die Werkzeuge und Einrichtungen will sie in die Ausstellung mit einbeziehen. "Das gibt einen wunderbaren Kontrast zu den Bildern."
Glattaler Volketswiler Woche, 24.März 2005
"Ich verlasse mich auf meinen Instinkt", erklärte Waldraut Hool-Wolf während einer privaten Vorführung. "Meine Gemälde müssen ein positives Gefühl transportieren. Das tägliche Leben ist schon mit zu vielen negativen Aspekten versehen". Und sie fährt fort in Ihrer Erklaerung, dass helle Farben wie Gelb, Orange, Rot, Pink im Kontrast zu Blau in den meisten ihrer Bilder Anwendung finden. Muss ein Baum einen braunen Stamm und gruene Blaetter haben, um als Baum erkannt zu werden ? Muss der Himmel immer blau sein ? Mit dem Gemälde "rosa cielo" beweist sie das Gegenteil. Hier ist ein kräftiges Pink die vorherrschende Farbe. Frühlingsgefühle und Lebendigkeit werden wachgerüttelt. Die Gemälde sind abstrakt und lassen so einen grossen Interpretationsfreiraum und beflügeln die Phantasie.
Ausschnitt Züricher Unterländler, 19. Apr. 2004
Dreidimensionale Farbenpracht
"Die der Natur, Bäumen, Wasser und Himmel nachempfundenen Gemälde strahlen eine überwältigende Farbenpracht aus. Durch die besondere Technik - Öl auf Holz gespachtelte - wirken sie dreidimensional."
Ausschnitt Stadt-Anzeiger, 18. Sep. 2003
Die Neugier ist immer noch da
"Das schlichte Kürzel ww steht für Waldraut Hool-Wolf. Die 1958 Geborene Künstlerin, die in Zürich lebt und arbeitet, entwickelte ihr Talent am Malen und Zeichnen schon während ihrer Kindheit. als Schülerin "produzierte" sie im Kunstunterricht so viele Bilder, dass sie diese, meistens zum Schuljahresende hin, verschenkte. Schon damals fanden ihre Werke reissenden Absatz. Als junge Frau verbrachte sie ein Jahr in Nordengland. Schnell wurde auch von ihrer Gastfamilien und deren Freunden das Talent fürs Porträtieren entdeckt. Erste kommerzielle Erfolge stellten sich ein. In den nächsten Jahren perfektionierte Waldraut Hool-Wolf ihre Technik. In dieser Zeit suchte sie auch nach weiteren Möglichkeiten und anderen Techniken. Ende der 80er Jahre packte sie eine innere Unruhe. Auf der Suche nach Neuem, um diese Unruhe zu stillen, entdeckte sie bei den vielen Exkursionen durch Galerien und langen Diskussionen in der Künstlerszene das Medium Holz. Die Unruhe machte der Neugier auf das neue Medium Platz. Bis heute befasst sich Waldraut Hool-Wolf mit Holz und den verschiedensten Techniken. Farbe auf Holz aufzutragen. Es entwickelte sich ein völlig neuer Stil den sie, ihrer Ansicht nach, bis heute noch lange nicht vervollkommnet hat.
Die Neugier ist immer noch da."
Uster und Züri Oberland Nachrichten, Donnerstag. 30. Januar 2003
Spontan
Welches Motiv malen Sie am liebsten?
Bäume, Wasser, Himmel - einfach alles, was die Natur am Schönen so hergibt.
Und welches Motiv würden Sie nie malen?
Krieg und brutale Szenen haben auf meine Bildern überhaupt nichts verloren.
Ein Bekannter wird 60 Jahre alt und Sie wollen ihm ein Selbstgemaltes Bild schenken.
Wie könnte ein solches Bild aussehen?
Schwierige Frage, das kommt natürlich immer auf die Person an.
Angenommen Sie mischen Rot, Grün und Blau zusammen, welche Farbe ergibt sich daraus?
Ich mische immer auf den Bildern, und bei dieser Zusammensetzung müsste sich eine eher dunkle Farbe ergeben. Ich würde sie vielleicht Rogrübla oder Blarogrü taufen!
Man sagt immer Rot sei die Farbe der Liebe. Welches ist dann die Farbe der Treue?
Ich denke Blau. Grün ist ja bekanntlich die Hoffnung, Gelb die Eifersucht und Rot ist schon vergeben!
Selbstgemalte Bilder sind das Spiegelbild des Herzen. Stimmt diese Aussage auch bei Ihnen?
Natürlich, Ich gebe jedem Bild ein Stück meines Herzens und einen Teil meiner Seele mit.
Hoppla! Offensichtlich sind Sie eine Romantikerin?
Ich bin romantisch veranlagt, stimmt. Und zur Romantik gehören auch Wünsche und Träume. Ohne dies ist Leben langweilig.
Ein Spruch sagt: Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken. Welche Blume verwelkt nie?
Die Blume in meinem Herzen.
Stimmt es, dass die meisten Maler erst berühmt werden, wenn sie schon längst gestorben sind?
Stimmt. Wahrscheinlich war die Zeit für diese Maler einfach noch nicht reif.