Adrian Schiess: Nizza schön, 14°

Adrian Schiess: Nizza schön, 14°
8. September bis 18. November 2012

Das Bündner Kunstmuseum Chur wartet diesen Herbst mit einem
reichen Ausstellungsprogramm auf. Zwei neue Ausstellungen wid-
men sich zwei wichtigen Schweizer Künstlern, die sich intensiv mit
Fragen der Malerei, des Bildes und der Wahrnehmung beschäftigt
haben: Rémy Zaugg und Adrian Schiess treten beide mit der Kunst-
geschichte in Dialog und gehen dabei ganz eigene Wege.
Adrian Schiess (*1959) ist mit seinen «Flachen Arbeiten» bekannt
geworden: mit Industrielack bemalte Bildtafeln, die liegend präsen-
tiert werden und als Bildträger für Spiegelungen und Reflexionen
fungieren. Parallel dazu ist ein reiches malerisches und fotografi-
sches Werk entstanden, das im Zentrum der Ausstellung im Bünd-
ner Kunstmuseum steht. In den verschiedenen Werkgruppen offen-
bart sich die grosse Offenheit des Künstlers bei seiner unablässigen
Befragung des Bildes. Er macht Prozesse der Entstehung seiner Wer-
ke sichtbar und stellt vor allem immer wieder die Erscheinungswei-
sen der Malerei in Zeit und Raum und bei wechselndem Licht zur
Diskussion. Dementsprechend ist die Präsentation seiner Arbeiten
stark auf den spezifischen Ort ausgerichtet und macht diesen auf
neue Art erfahrbar. Für die Ausstellung werden sämtliche Zwischen-
wände des sogenannten Sulserbaus entfernt und die Fenster geöff-
net. Zusätzlich werden einzelne Werke von Adrian Schiess in die
Sammlungsausstellung integriert und treten in Dialog mit Werken
u.a. von Augusto Giacometti.
Adrian Schiess, Ohne Titel, 2008, C-Print, 70 x 50 cm, Courtesy the artist