Christoph Niemann That’s How!

Im Grossstadtdschungel
Seine Karriere startet der 1970 in Waiblingen (D) geborene und an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste ausgebildete Zeichner in New York. Bald publiziert er in allen wichtigen Magazinen und Zeitungen in den USA. Unter anderem gestaltet er über 20 Titelblätter für den «New Yorker» und zahlreiche Arbeiten für das «New York Times Magazine». Sein im Juli 2008 gestarteter, gezeichneter Blog «Abstract City» bei der «New York Times» erzählt vom Alltag im Dschungel von New York und mündet 2012 in einer gleichnamigen grösseren Publikation. Daneben entstehen mehrere Kin-derbücher, u. a. das für den Deutschen Jugendpreis nominierte Buch «Der Kartoffelkönig». «WORDS», ein Bildwörterbuch für Kinder, illustriert die einfachsten englischen Wörter. Sein neuestes Projekt für Kinder und Junggebliebene ist eine interaktive, animierte App namens «CHOMP», die das Gesicht des Spielenden in stark stilisierte Tiere einsetzt. Niemann realisierte das erste Augmented Reality Cover des «New Yorker» und hat eine handgezeichnete 360°-Animation eines Tennismatches für Virtual-Reality-Brillen kreiert. Eine weitere aktuelle Facette seines vielgestaltigen Werks sind auf Reisen entstandene sanfte Aquarellzeichnungen, die das Unterwegssein und die Begegnungen mit Menschen und Orten einfangen und dokumentieren. Zu seinen Firmenkunden gehören Google, St. Moritz, Herman Miller und das MoMA. Das 2016 erschienene Buch «Sunday Sketching» ist die neueste Publikation Niemanns und ein überbordendes Fest der Kreativität, das die Leserschaft klug und unterhaltsam durch die Welt des vielfach mit Preisen ausgezeichneten und impulsgebenden Berliner Gestalters führt.
6.5.-29.10.2017
Er verwandelt Landkarten in Poesie, malt fotografierte Alltagsgegenstände weiter, schnitzt Designmobiliar aus Früchten, arrangiert Gummibären und Legosteine und zeichnet den New-York-Marathon - während er ihn rennt! Die vielen Interessen und Ideen von Christoph Niemann bewegen sich im schnellen Takt unseres vielgestaltigen urbanen Alltags und reflektieren ihn zugleich. Seine wunderbar leichten, eleganten und ironischen Arbeiten werden weltweit wahrgenommen und haben ihn zu einem der gefragtesten und einflussreichsten Illustratoren unserer Zeit gemacht. Das Cartoonmuseum Basel hat die Ehre, diesen impulsgebenden Künstler erstmals in der Schweiz mit einer grossen Einzelausstellung zu würdigen.
Der heute in Berlin lebende Illustrator, Künstler und Autor Christoph Niemann (*1970) ist ein Meister der Metapher, der Komplexes und Vielschichtiges mit reduzierten, oft minimalistischen Mitteln in bestechend klare Bilder giessen kann. Ob flüchtige Skizzen oder aufwendige Illustrationen und Animationen — alle Werke dieses grossartigen Zeichners sind unmittelbar packende Umsetzungen einer brillanten Idee. Dabei ist er weder einer Technik noch einem Stil exklusiv verpflichtet, sondern experimentiert und erweitert sein Repertoire an Ausdrucksmitteln permanent in alle Richtungen, seien dies Kuchenteig, Kartoffelstempel, übermalte Fotos oder Computeranimationen.
That's How!
Die Ausstellung «Christoph Niemann. That's How!» am Cartoonmuseum Basel zeigt über 120 Originalzeichnungen, Drucke, Fotobearbeitungen und Animationen. Begleitend zur Ausstellung wird ein breit gefächertes Vermittlungsprogramm mit Künstlergesprächen, Workshops und Führungen angeboten. Christoph Niemann wird mehrmals in Basel zu Gast sein.
Biografie Christoph Niemann
Christoph Niemann, 1970 in Waiblingen (D) geboren, zieht 1997, nach dem Studium an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste, nach New York City. Hier startet er seine Karriere als Illustrator, Designer und Autor. Niemann arbeitet für Zeitungen und Zeitschriften wie «The New Yorker», «Time», «WIRED», «New York Times Magazine» und «Zeitmagazin», aber auch für Institutionen und Firmen, darunter das Museum of Modern Art, Google und Herman Miller. Er hat an der School of Visual Arts in New York unterrichtet und hält weltweit Vorträge über seine Arbeiten.
Seine Zeichnungen berichten live von der Kunstbiennale in Venedig, den Olympischen Spielen in London, und er skizziert den The-New-York-City-Marathon — während er als Läufer mitrennt. Er realisiert das erste Augmented Reality Cover des «New Yorker» so¬wie eine handgezeichnete 360-Grad-VR-Animation. Niemann ist nicht nur Autor vieler Bücher, seine Arbeiten werden auch weltweit ausgestellt, zuletzt im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg und im Museum für Angewandte Kunst in Wien.
Der Künstler ist Mitglied der Alliance Graphique Internationale, 2010 wurde er in die Hall of Fame des Art Directors Club aufgenommen. Christoph Niemann erhielt Medaillen und Auszeichnungen von den grossen amerikanischen Organisationen Art Directors Club, Society of Publication Designers und American Institute of Graphic Arts sowie der deutschen Lead Academy.
© Christoph Niemann,
«Toothbrush», Cover for American Illustration XX 2001
© Christoph Niemann,
Sunday Sketching, Abrams New York 2016
© Christoph Niemann,
Design and Violence, MoMA 2016
© Christoph Niemann,
Sunday Sketching, Abrams New York 2016
© Christoph Niemann,
«Flat Iron» 2016
© Christoph Niemann,
«Brasilien», Ganz normal wo anders, ZEITmagazin Nr 19 2016
© Christoph Niemann,
«Trump», The New Yorker 2015
© Christoph Niemann,
«Champ de Mars 2» 2017
© Christoph Niemann,
«Champ de Mars 1» 2017
© Christoph Niemann,
«Downtown» 2016
© Christoph Niemann,
«New York», Ganz normal woanders, ZEITmagazin Nr. 19 2016
© Christoph Niemann,
«Prag», Ganz normal woanders, ZEITmagazin Nr. 19 2016
© Christoph Niemann,
Cover drawing for New York Times Book Review, «The Guantanamo Diaries» by Mohamedou O. Slahi 2015
© Christoph Niemann,
Sunday Sketching, Abrams New York 2016
© Christoph Niemann,
Sunday Sketching, Abrams New York 2016
© Christoph Niemann,
Sunday Sketching, Abrams New York 2016
© Christoph Niemann,
«Creative Process» 2013