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Kunst von Falk Bayerl
er spricht nichts.. hört und sieht nichts... aber er lacht....
Kunst von Falk Bayerl
Hommage à Leonardos Kopf eines Kriegers - The red head
Is a print an original work of art?:

"First of all a print is not a reproduction. A print, in whatever medium, is or should be made and conceived by the artist himself; he will have knowingly chosen his medium so as best to express his idea, and he will have supervised its excution at every stage. In certain cases others may have helped him in the techical execution and printing, but his sigature on every proof is a witness to his approval of each final copy."
Julian Travelyan, Master Printmaker and Royal Academician

Ich drucke meine Arbeiten auf einem HP Designjet. Manche Blätter gundiere ich erst per lichtem Farbauftrag- und/oder Vorder- Rückseite - andere Arbeiten überdrucke ich 2- oder 3-mal zur Steigerung der Farbintensität eines Motivs oder auch des ganzen Blatts. Dabei treffen zwei Medien aufeinander, wie sie unvereinbarer kaum vorstellbar sind: Computertechnik des 21. Jhdrts. und Aquarellpapier, erfunden im 15. Jhdrt., das von mir verwendete Arches & Hahnemühle seit 1492 & 1584.

Darf man eine Zeichnung Leonardos zum Vorwand nehmen und elektronisch „umkolorieren“, dazu von 22x18 auf 70x60 cm vergrößern? Der Purist wird nein sagen. Nein sage eigentlich auch ich. Dennoch! Ein befreundeter Professor, der einen Druck „meiner Bearbeitung“ des Kopfs eines Kriegers besitzt, sagt, nach jeder Reise, von der er nach Hause zurückkehrt, betrachtet er das Bild und fühlt sich nun daheim angekommen. Eigentlich ist er Kriegsgegner und das Rot der Wut und die Expressivität des Gesichtsausdrucks sprechen gegen derartige Gefühlsregungen, sollte man meinen: Es ist, was in Bann schlägt, jene Schönheit, die Leonardo allen Dingen, allen Gesichtern, menschlichen und tierischen Gestalten und noch den erstaunlichsten anatomischen Studien einzuatmen verstand.

Ich male alles, was mir in den Sinn kommt. Dem Uneingeweihten klingt das nach Beliebigkeit. Faktisch jedoch bewegen sich die Dinge, denen man künstlerisch auf die Spur kommt, im Rahmen der verinnerlichten Erfahrung, zu welch unterschiedlichen Resultaten man im Einzelnen auch gelangen mag. Dynamik, Struktur und das Verhältnis einzelner Kompositionselemente im Bild ordnen sich nach ganz den gleichen Prinzipien, wie sie fürs eigene Denken verbindlich sind, nur dass sie nicht gesprochene Sprache, sondern bildnerischer Ausdruck werden. Dessen einziges Kriterium ist, ob das Resultat selbstgesetzten ästhetischen Forderungen genügt oder nicht. So malt man letzten Endes nur, was einem möglich ist..