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57 Werke · 28 Kommentare
Deutschland

Gerd Reutter Biografie

VITA

Gerd Reutter
www.gerdreutter.de

14. 7. 1931 in Rastatt geboren.
1945 - 1948 Malerlehre in Neustadt / Aisch
1958 - 1991 selbstständiger Lebensmittelhändler
1991 - 1995 Schüler des Keramikers Klaus Lehmann
1989 Mitbegründer des Kulturvereins INDUSTRIETEMPEL e.V. MA

Ausstellungen im In - und Ausland
1995 Teilnahme Kulturaustausch Sochi Ostrowski-Museum
1997 Teilnahme Kulturaustausch Sochi Museum für moderne Kunst
Teilnahme an der 5.,6. u. 9. Biennale für Kleinplastik in Hilden
2001 Ausstellung in der Rudolf-Scharpf-Galerie Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen
2002 Teilnahme an KERAMIK OFFENBURG 2002
2004 Einzelausstellung Ernst-Bloch- Zentrum Ludwigshafen
2006 Teilnahme an Kunstförderung Baden-Württemberg
2007 Einzelausstellung zur 400 Jahrfeier in den Katakomben des Mannheimer Wasserturms
2008 Teilnahme Landes Ausstellung SPIELART 2008 Karlsruhe
2009 Ausstellung mit Bruder Paul in Langenfeld/Mittelfranken
2011 Ausstellung zum 80. Geburtstag im Keller der "ALTEN BRAUEREI" in Mannheim http://www.youtube.com/watch?v=LNF1e4ftNMk
2014 Ausstellung mit Holzbildhauer e. Seiler im Ausstellungsraum Reutter in Mannheim:
http://swrmediathek.de/player.htm?show=3042e7e0-5624-11e4-91d1-0026b975f2e6
2016 Mai ART nou mil Lenni Barcelona
2016 Mai Salon Primavera Barcelona
2016 Juli Hartexpo Barcelona
2016 Oktober ARTBaho Barcelona
2016 Oktober ART FAIR Köln
Kataloge 1994, 1996, 1998, 2001, 2004 u. 2007

Veröffentlichungen
1995 PASSAGEN Magazin für Literatur und Kunst
1996 PASSAGEN Magazin für Literatur und Kunst
1998 NEUE KERAMIK Berlin Nr. 1
1999 NEUE KERAMIK Berlin Nr. 10
2001 Dossier d`Argile N° 9. LA MAISON
2001 Kunst aktuell 2007 ART profil das Fachmagazin für aktuelle Kunst Nr. 1/2007
2007 Keramik MagazinEuropa Nr. 1/2007

1998 Portrait in Südwest 3 Fernsehen

2000 Fernsehinterview im Offenen Kanal Ludwigshafen
Öffentliche Ankäufe 2002 Regierungspräsidium Karlsruhe und private Sammler
www.gerdreutter.de


 

AUSSTELLUNG ZUR 400 JAHRFEIER MANNHEIM IN DEN KATAKOMBEN DES WASSERTURMS

MANNHEIMER MORGEN 13. März 2007


"Einstieg in die Katakomben": Skulpturen von Gerd Reutter im Wasserturm
Maßgeschneidert

Wenn alljährlich zur Langen Nacht der Museen der Wasserturm seine Pforten öffnet, stehen die Menschen wenn es sein muss zwei Stunden lang an, um das Wahrzeichen Mannheims von innen zu sehen, so außergewöhnlich ist das Ereignis. Kaum jemand weiß, dass das Jugendstil-Juwel außerdem noch einen Gewölbekeller besitzt, der nicht minder atmosphärisch ist. So atmosphärisch, dass der Mannheimer Künstler Gerd Reutter zwei Jahre lang die MVV bearbeitet hat, um dort seine Skulpturen auszustellen, die er diesem besonderen Ort auf den Leib geschneidert hat.
Und so reckt sich gleich seine erste Skulptur ebenso schmal und hoch empor wie das Gewölbe, in dem die auf einem Stahlsockel geschichteten, einzelnen Tonquader eingepasst sind. Weil die Gewölbebögen sich wie Kammern aneinander reihen, hat Gerd Reutter seinen Werken ausnahmsweise keine Titel verliehen, sondern von Kammer I bis XIII durchgezählt. Es sind die größten Arbeiten, die der 75-Jährige bisher geformt hat. Er setzt seine groben, oft roh belassenen Skulpturen immer aus mehreren Stücken zusammen – auch weil der Brennofen nur eine bestimmte Größe erlaubt.
Hoch oben in "Kammer II" hängt schwer eine Eisenstange quer, an der aufsteigend drei weiße Tonschalen baumeln. Türkisblaue Farbe tropft wie Wasser von der oberen Schale hinunter bis auf den Sockel. Erstmals hat der Spätberufene – er kam erst als 60-jähriger Pensionär zur Kunst –, hier mit Glasur gearbeitet, für die er sonst "nichts übrig hat".
Seine Arbeiten besitzen eine sehr körperliche Präsenz. Gerne würde man über diese rauen Oberflächen streichen. In "Kammer III" ruht eine schwarze Tonkugel in der Mitte eines weißen Kreises, der mosaikartig aus vielen Einzelstücken zusammengesetzt ist, und erinnert an Arbeiten von Mario Merz. Wie überhaupt Reutters Werke der Arte Povera verpflichtet scheinen. Jedoch der Schein trügt: Der einstige Lebensmittelhändler sucht seine Inspiration nicht in der Kunst. Gerd Reutter geht vielmehr vom Material aus, lässt sich von der Natur inspirieren, beispielsweise von einem Besuch in einer Tropfsteinhöhle ("Kammer XIII"). Seine Aussagen sind meist schnörkellos, wie in "Kammer VI": Eine Wasserkanne steht in einem Käfig – "die Ressource Wasser wird knapp", erklärt der Künstler.
Mit Stolz erzählt Gerd Reutter, dass seine Arbeiten seit kurzem in der Internetgalerie der Gebrüder Saatchi zu sehen sind. Er ärgert sich nur, dass er bei seinem letzten London-Besuch allerhand Kunstmuseen und Galerien mit seiner Frau besucht hat, nur eben jene Saatchi Galery nicht, von deren virtueller Ausgabe seiner Arbeiten aus den Katakomben des Wasserturms nun ein Teil sind. Die Originale sind ab dem 10. März in Mannheim zu besichtigen.
Tanja Kirillus

"Einstieg in die Katakomben", Vernissage: 10. März, 16 Uhr, Wasserturm, Mannheim, noch bis 25. März, tägl. 14 – 18 Uhr; www.gerdreutter.de


Kontakt:
Gerd Reutter, Kleinfeldstrasse 50, 68165 Mannheim, Tel.0621- 44 47 36, info@gerdreutter.de

 

2009

Reutter flieht nicht in die Rhetorik der Ikonographie, benutzt aber die Dreidimensionalität der Oberfläche als malerische Möglichkeit ohne illusionären Charakter. Dabei ist er so hermetisch in seiner Kunst, ein fast manieristisches Kunstprinzip, wie offen, auf Erklärung ausgerichtet. Bei Gerd Reutter ist Ehrlichkeit und sinnliche Wahrhaftigkeit ein Anliegen, das er jenseits von Künstlichkeit ansiedelt.

Vom Kartoffelmann zum Künstler Fernsehbeitrag SWR3 Landesschau

Künstler erst im Ruhestand Interview auf SWR4 Radio Kurpfalz von Doris Steinbeißer