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Österreich

Gerhard Knolmayer Galerie

"Babylonische Verwirrungen" (188) · 2021
Gerhard Knolmayer, Babylonische Verwirrungen, Geschichte, Religion, Neo-Klassizismus, Expressionismus
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Die Geschichte vom Turmbau zu Babel zählt zu den bekanntesten Erzählungen des Alten Testaments. Gott habe die Hybris der Menschen missbilligt und durch Störung der sprachlichen Kommunikation (mit der babylonischen Sprachverwirrung) die Vollendung des Turmbaus vereitelt. Mehrere große Künstler, von Pieter Bruegel bis Anselm Kiefer, greifen diese Erzählung auf. Die vorliegende Darstellung referenziert die großartige Arbeit Bruegels.

Derartige Großprojekte kommen auch in der Eisenzeit nicht ohne schriftliche Dokumente aus. Reste von Schriftzeichen sind an den Wänden des Turms zu erkennen. Sie stammen offenbar aus verschiedenen Schriftsystemen – die babylonische Verwirrung hat also nicht nur die Sprache, sondern auch die schriftlichen Unterlagen betroffen.

Neben der Sprach- und der Schriftverwirrung hat möglicherweise noch eine weitere Verwirrung bestanden: Das auffallende Zeichen auf dem Seitenturm könnte von der falschen Annahme, den höchsten Punkt des Bauwerks bereits erstellt zu haben, stammen: Eine Richtfeier? Ein Warnzeichen, das künftigen Flugverkehr antizipiert? Zur Klärung dieser Frage sind weitere Forschungsarbeiten dringend erforderlich.

Verfügbarkeit:
In Privatsammlung
Grösse:
60 x 60 cm
Technik:
Mischtechnik
Medium:
Leinwand
Kategorie:
Malerei
Kommentare
Wasser, Himmel und weite Landschaft, Pieter hätte seine Freude mit Deinem Turm. ein gelungenes Werk!
lg Wolfgang
16.4.2021 22:08 von Maria und Wolfgang Liedermann
Schriftverwirrungen:
Passend zu Deiner These, dass in Babel nicht nur eine Sprachverwirrung, sondern auch eine Verwirrung bezüglich der Schriften bestanden habe, bringt der ORF heute eine Meldung über die Entwicklung der Schriftkulturen

science.orf.at/stories/3205946

Der Archäologe Felix Höflmayer wird darin wie folgt zitiert: „Archäologische Funde legen nahe, dass semitische Arbeiter, die an ägyptischen Bergbauexpeditionen beteiligt waren, … die ägyptischen Hieroglyphen zu einer Buchstabenschrift vereinfacht haben.“ Schriftliche Aufzeichnungen seien besonders wichtig gewesen. „Vermutlich wurden sie vor allem für administrative Zwecke genutzt, zumindest für die Hieroglyphenschrift sei das gesichert. Tonscherben von kaputten Gefäßen waren genug vorhanden, und man nutzte sie, um schnell etwas zu notieren. ‚In gewisser Weise waren sie die Notizzettel von damals.‘“

Dein Bild hat diese Nachricht vorweggenommen! Jetzt können wir auf weitere Forschungsergebnisse bezüglich des Seitenturms gespannt sein!

Viele Grüße
Bernhard
15.4.2021 10:14 von Bernhard Maler
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