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92 Werke · 103 Kommentare
Österreich

Gerhard Knolmayer Galerie

"Ein Bundeskanzler legte rote Linien fest" (131) · 2018
Gerhard Knolmayer, Ein Bundeskanzler legte rote Linien fest, Gesellschaft, Geschichte, Pluralismus
90 / 92 Werke

Die Fettnäpfchen, in die Angehörige der kleineren Regierungspartei in Österreich mit schöner Regelmäßigkeit und offenbar sehr bewusst treten, werden vor der für die Zukunft Europas so wesentlichen Europa-Wahl auch in der Bildenden Kunst in Österreich zunehmend zu einem Thema. Die am 14. Mai 2019 gestartete Kampagne zur „Erklärung der Vielen in Österreich“
https://www.dievielen.at/ ,
die von vielen renommierten Kulturinstitutionen des Landes unterzeichnet wurde, ist ein gutes Beispiel dafür.

Der besprayte Holzwürfel zeigt mit türkis und blau die Farben der beiden Regierungsparteien; die Farben überdecken teilweise noch sichtbare, mit schwarz und braun zu charakterisierende Positionen.

Der Bundeskanzler definiert rote Linien, die vom Koalitionspartner angeblich nicht überschritten werden dürfen. Der Würfel zeigt, dass sich diese roten Linien im Zeitablauf immer weiter nach rechts verschieben.

Aufgrund des Misstrauensvotums gegen die Regierung wurde der Würfel umbenannt in

Ein Bundeskanzler legte rote Linien fest.

Verfügbarkeit:
In Privatsammlung
Grösse:
20 x 20 x 20 cm
Technik:
Spritztechnik
Medium:
Holz
Kategorie:
Skulptur/Plastik
Kommentare
Aufgrund der aktuellen politischen Entwicklung in Österreich wurde der Titel des Würfels angepasst:

Der ursprüngliche Titel
"Der Herr Bundeskanzler legt rote Linien fest"

wurde zu

"Ein Bundeskanzler legte rote Linien fest"

verändert.
31.5.2019 06:53 von Gerhard Knolmayer
Bemerkenswerte zeitliche Koinzidenz:

Zeitgleich mit der Vorstellung dieser Arbeit an der Vernissage der Ausstellung platzte die innenpolitische Sensation mit dem von Spiegel und SZ veröffentlichten Video, das am Tag danach zum Rücktritt des Vizekanzlers Strache führte.

Derzeit wartet das politisch interessierte Österreich, wohin der Bundeskanzler die oft angeführte „rote Linie“, die nicht überschritten werden darf, verlegen wird.
18.5.2019 14:06 von Gerhard Knolmayer
Ein interessantes haptisches Erlebnis. Politisch würd ich es mir etwas bunter wünschen :-)
lg Wolfgang (#100)
15.5.2019 16:20 von Maria und Wolfgang Liedermann
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