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Österreich

Ken Dowsing Porträt

Künstlerischer Werdegang

Ken Dowsing

Geboren am 3.2.1950 in Ipswich / Großbritanien

„Das Thema meines ersten, ernsthaften Gemäldes war: „DER GESCHMACK VON GESALZENEN KARTOFFELCHIPS.“ Ich war damals 16 Jahre alt.“

Es war das Jahr 1966 und Ken Dowsing kam von einer streng katholischen Klosterschule für Jungen.
An seinem ersten Tag an der „Ipswich School of Art“, war es für Ken Dowsing völlig unbekannt, an einer der für damalige Zeiten, radikal-experimentellsten Kunstschule in ganz England gelandet zu sein.

„Ich erschien in Anzug und Krawatte. Mit dem Aktenkoffer meines Bruders, ein Käsesandwich im Koffer, für die Mittagspause.“

Ken Dowsing war total unvorbereitet und gleichzeitig begeistert von der Art des dortigen Unterrichts.
Die Erstsemester-Studenten bekamen zum Beispiel Kartoffelchips und mussten den Geschmack malen, ohne das Design oder die Ästhetik zu berücksichtigen.
Beim Aktzeichnen mussten die Studenten während sie zeichneten um das Modell herum gehen.

Ken Dowsings Professor Colin Moss, dessen Arbeit im Britischen Museum in London und in dem Tate Gallery Archive gesammelt werden, motivierte ihn, mit den verschiedensten Materialien zu experimentieren.
“Letztendlich ist Colin Moss verantwortlich für die Entwicklung meines grafischen Stils”, so Dowsing.
“Vergiss Kohle und Bleistift, bring morgen einen Kugelschreiber mit!” erinnert sich Dowsing.

Schwierigkeiten zu Hause in Ipswich veranlassten Ken Dowsing vorzeitig die Kunstschule zu verlassen. Er fand eine Stelle bei der lokalen Zeitungsgruppe in der grafischen Abteilung.
Dort fühlte sich Dowsing unterfordert. Dies kompensierte er schnell, indem er in Eigeninitiative für 3 Zeitungen dieser Gruppe das Design und die Illsutration für Mode und Features revolutionär veränderte.

Sein zunehmendes Interesse, Bild und Text zu kombinieren, hat ihn nach London in die Filmindustrie gelockt.
“Ich wollte zeichnen und ich wollte Geschichten erzählen!”
Das kann man machen mit Film……mit gezeichnetem Film.

Die Liebe zur Kombination “Literatur und Bilder”, führte dazu, dass Ken Dowsing 1983 mit dem preisgekrönten Kurzfilm “SUN AND FUN”, basierend auf dem Gedicht von John Betjamen.
“Sun and Fun” bekam Preise auf Festivals rund um die ganze Welt.
Darauf folgte das “Poetry-Project.”
Hierfür lud Ken Dowsing Künstler ein, die keine Erfahrung haben sollten im Bereich Film.
Sie sollten ein Gedicht auswählen, welches sie inspirierte eigene Ideen zu entwickeln um gemeinsam, daraus einen Film zu produzieren.
“Es war Chaos, es tauchten aus ganz Europa Kunststudenten auf, mit zwei Skizzen im Repertoire, mit hohen Forderungen für “Filmrechte”,………. so Dowsing.

Das Resultat des “Poetry-Project”, waren einige lyrische Produktionen, in welchen Musik, Lyrik und Animation zu Meisterwerken kombiniert wurden.
Zu den Besten gehört der expressionistische, unendlich traurige “PANTHER” von Rainer Maria Rilke.
Oder die beunruhigende und trügerisch einfache Geschichte der “TERZINEN”, von Hugo von Hofmannsthal. Das war 1995.

Viele Jahre später (2008), motivierte Ken Dowsing die nachlassende Lesebereitschaft der jungen Generation, einige handgezeichnete, selbst kreierte Animationsfilme zu produzieren, welche zum Lesen anregen sollten.

Parallel zu seinen Animationsfilmen ist Ken Dowsing sehr bekannt für seine Stillleben.
Zeichnungen über geradezu belanglose, alltägliche Objekte sind vollkommen reduziert. Dadurch kann der Betrachter das Gewohnte mit anderen Augen sehen.
Trotz der flüchtigen Eigenschaften von weicher Pastellkreide, zeugen seine Stillleben von Erhabenheit und Power.

“THE DARLING JOYS OF SWEET BUTTONHOOKING"

KEN DOWSING - ZEICHNUNGEN ZU JAMES JOYCE, ULYSSES

Ken Dowsings aktuelles und bisher ambitioniertestes Projekt, begann im Jahre 2002 und hat sich seitdem zu einem Full-Time-Projekt entwickelt.

“Es war nie meine Absicht den Text des Ulysses zu illustrieren. Das heißt den Text als Bild wiederzugeben.
Vielmehr möchte ich mich von den Details inspirieren lassen, welche für mich Bilder suggerieren.”
Obwohl Dowsing an sich selbst den Anspruch hat, nicht zu illustrieren, sind seine akribisch genauen Zeichnungen trotz allem für verwirrte Ulysses-Leser oft eine Offenbarung und bieten einen unbezahlbaren Einblick in einen der größten, mysteriösesten Romane des 20 Jahrhunderts. Ken Dowsings narrative Studien, gehören zu den dramatischsten Werken über James Joyce´s “Ulysses”….……bisher.

Text: Silvia Dowsing, 607 Zeichen




 
Ken Dowsing
Ken Dowsing
Ken Dowsing ist auch 2D Experte und Regisseur. Sehen sie hier eine kleine Auswahl, bei Angeboten, kontaktieren Sie uns bitte!

http://www.youtube.com/watch?v=E3oU73OLRkM&feature=youtu.be



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Ken Dowsing, der Erfinder und Zeichner von Teasy