Die Sammlung Hahnloser

Van Gogh bis Cézanne, Bonnard bis Matisse
11.08.2017 – 11.03.2018

Mit den Werken der Hahnloser/Jaeggli Stiftung in Winterthur sowie mehrerer Privatsammlungen aus der ehemaligen Sammlung Hahnloser hat das Kunstmuseum Bern eine hochkarätige Erweiterung seiner Sammlungsbestände als Dauerleihgabe erhalten. Die Überblicksschau im Kunstmuseum Bern ist ein Höhepunkt im Ausstellungsjahr und vermittelt nicht nur den bisher umfassendsten Eindruck der Sammlung von Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler mit Schlüsselwerken der französischen Moderne und der Schweizer Avantgarde, sondern macht auch ihre Bedeutung für die Rezeption der Moderne in der Schweiz deutlich. Überdies zeigt sie den Einfluss, den die pionierhaften Sammler und ihre Nachkommen auf die Sammlungstätigkeit des Kunstmuseum Bern ausübten.
In nur 30 Jahren, zwischen 1906 und 1936, trugen Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler eine umfangreiche und einzigartige Sammlung mit Werken des Postimpressionismus, der Künstlergruppe der Nabis und Vertretern der Fauves sowie von Schweizer Zeitgenossen wie Ferdinand Hodler oder Giovanni Giacometti zusammen. Die Sammlung zeugt von einer aussergewöhnlichen Kennerschaft und geniesst bis heute einen sagenhaften Ruf. Dank des persönlichen Kontaktes zu Künstlern wie Félix Valloton, Pierre Bonnard und Henri Matisse konnte das Ehepaar Hahnloser viele von deren besten und besonders innovativen Werken erstehen und ergänzte sie um Spitzenwerke ihrer Vorreiter, unter ihnen Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Pierre-Auguste Renoir und Édouard Manet.
Über hundert Werke aus dem Konvolut der Dauerleihgaben werden im Kunstmuseum Bern zu sehen sein, und in einer ersten Präsentation mit ausgewählten Leihgaben aus Privatbesitz sowie Werken der Museumssammlung aus der Zeit ergänzt, um so die internationale Bedeutung der Sammlung und den Bezug zum Kunstmuseum Bern zu unterstreichen. So schenkte das Ehepaar Hans Robert und Magdalene Hahnloser dem Kunstmuseum Bern zwei bedeutende Werke aus dem Sammlungserbe: Die Entführung der Europa von Félix Vallotton (1908) und Verblühte Sonnenblumen von Vincent van Gogh (1887). Hans R. Hahnloser, Sohn des Sammlerehepaares und Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Bern, setzte sich als Mitglied des Stiftungsrates des Kunstmuseum Bern ab den 1930er-Jahren massgeblich dafür ein, dass die Sammlungstätigkeit des Museums auf die französische Kunst ab dem Impressionismus ausgeweitet wurde.
Félix Vallotton, La Blanche et la Noire, 1913 Öl auf Leinwand, 114 x 147 cm Dauerleihgabe, Hahnloser/Jaeggli Stiftung, Kunstmuseum Bern, Fotografie: Reto Pedrini, Zürich
Ferdinand Hodler, Das Jungfraumassiv von Mürren aus, 1911 Öl auf Leinwand, 72 x 91 cm Dauerleihgabe, Hahnloser/Jaeggli Stiftung, Kunstmuseum Bern, Fotografie: Reto Pedrini, Zürich
Vincent van Gogh, Le semeur, 1888 Öl auf Leinwand, 72 x 91,5 cm Dauerleihgabe, Hahnloser/Jaeggli Stiftung, Kunstmuseum Bern, Fotografie: Reto Pedrini, Zürich
Félix Vallotton, La charette, 1911 Öl auf Leinwand, 101 x 74 cm Dauerleihgabe, Hahnloser/Jaeggli Stiftung, Kunstmuseum Bern, Fotografie: Reto Pedrini, Zürich
Paul Cézanne, Plaine provençale, 1883–1885 Öl auf Leinwand, 58,5 x 81 cm Dauerleihgabe, Hahnloser/Jaeggli Stiftung, Kunstmuseum Bern, Fotografie: Reto Pedrini, Zürich