Rectangle and Square

„Rectangle and Square“ –
Von Picasso bis Judd

Erwerbungen der Rupf-Stiftung
Mittwoch, 14. September 2011 - Sonntag, 8. Januar 2012


Hermann und Margrit Rupf legten zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Grund-
stein zu einer Sammlung, die zu den bedeutendsten der Klassischen Moderne
in Europa gerechnet werden kann. Das Besondere liegt nicht nur in der Viel-
zahl von hochkarätigen Werken, sondern auch in der Tatsache, dass Hermann
Rupf die Arbeiten mehrheitlich im Jahr deren Entstehung erwerben konnte.
Dank der Errichtung einer Stiftung am Kunstmuseum Bern in den 1950er Jah-
ren ist die Sammlung für die Öffentlichkeit zugänglich und kann ausserdem bis
heute erweitert werden. Die Ausstellung „Rectangle and Square“. Von Picasso
bis Judd, Erwerbungen der Rupf-Stiftung gibt nun zum ersten Mal umfassen-
den Einblick in die Sammlungstätigkeit der Stiftung seit deren Gründung.

Die Stiftung fokussierte – wie das Sammlerpaar zuvor – vor allem auf Ankäufe
von zeitgenössischer Kunst. Das Stiftungsgut bietet heute nicht nur einen wun-
derbaren Überblick über hundert Jahre Kunstgeschichte, sondern widerspiegelt
auch Vorlieben des privaten Sammelns.

Im Stiftungsgut finden sich neben bedeutenden Werkgruppen von Picasso,
Braque, Klee oder Kandinsky auch grossartige Werke der Minimal Art, der Zero,
der Konkreten oder von Künstlerinnen und Künstlern wie beispielsweise Markus
Rätz und Meret Oppenheim.

Zu den jüngsten Ankäufen gehört eine Gruppe von Werken des in Bern wohn-
haften Konzeptkünstlers Vaclav Pozarek sowie von Florian Slotawa, die beide
vor dem Hintergrund des kubistischen Sammlungs-schwerpunktes von Hermann
Rupf eine spannende Fortsetzung von künstlerischen Konzepten und Strategien
zwischen Objekt und Raum darstellen.