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Kunst von Manfred Hönig
Dreamland revisited, Acryl auf Holz, 70 x 100 cm, 2008
Kunst von Manfred Hönig
Venedig "Mittagslicht"
Aquarell, Papier, 70x47 cm

Manfred Hönig,

Kunstmaler, Dozent, Fachbuchauthor
Malerei:

Was mich an der Malerei fasziniert ist die Möglichkeit die gesehene Wirklichkeit zu verdichten, Inszenierungen zu schaffen die plausibel sind aber in der Stimmung aufgeladener wie jede real vorgefundene Situation. Hierfür muß der Bildraum einer konsequenten kompositionellen Umgestaltung unterzogen werden, das "Licht" dabei aber stets plausibel bleiben.

Ein zentrales Element in meinem Werk ist der stete Prozess von Veränderung, Wandel und Vergänglichkeit. Der Wandel unserer Gesellschaft von der Industriegesellschaft zur postmodernen Kultur findet sich vielfach in den verlassenen Autowracks, Zeichen einer vergangenen Zeit, eines vergangenen Traums von der unbegrenzten Möglichkeit der Technik. Auf der makroskopischen Ebene findet sich die scheinbare Zeitlosigkeit der Natur, formuliert sich die scheinbare Unwandelbarkeit und Beständigkeit der Landschaft in den Bildern der Urlandserie, bar menschlicher Spuren.
Die Wüsten als Landschaft stellen dies aber wieder in Frage, denn selbst in den mikroskopischen Zeiträumen unserer Zivilisation tritt hier der Mensch als Umwandelnder auf, er „verwüstet“ und hinterlässt dabei seine vergehenden Spuren.
Ein anderes Element ist es in diesem steten Wandel und Vergehen, der uns auch mit der Urangst vor dem eigenen Vergehen konfrontiert, ein ästhetisches Element zu finden, das oberflächlich Hässliche in etwas Schönes umzuformen, der Tragik des Vergehens ihre Größe abzugewinnen. Schönheit liegt bei respektvoll liebevoller Betrachtung auch im Vergehenden und nicht nur im vordergründig kitschigen Begriff von Schönheit, der ja doch nur eine einseitige Lüge ist. Das hässliche und kaputte in der Welt gehört immer dazu um den Kreis zu schließen, aber es kann eben auch schön sein und wenn es nur die halbe Stunde ist wo eine kaputte Hauswand im Nachmittagslicht sich in eine faszinierende Welt von Licht und Schatten verwandelt….
Und was könnte besser sein als zu versuchen allem ein Stückchen Schönheit abzuringen?