Nach dem Schulabschluss 1980 begann Michael Martensen beim Bayerischen Fernsehen in München in der aktuellen Grafik als freier Grafiker zu arbeiten. Neben der Auslandsredaktion (Weltspiegel, Im Brennpunkt, Europa nebenan und Kompass) entstanden weitere Beiträge für die Nachrichtenredaktion "Rundschau" und die Wirtschaftsredaktionen. Nach vielen Jahren beim Bayerisches Fernsehen und ARD wechselte der Künstler zu den privaten Fernsehsendern Pro Sieben und Kabel1. Dort wurde er mit Aufbau und Projekt der News-Grafik für das DSF beauftragt, sowie der Errichtung einer 3D Grafik. Unter seiner Leitung entstanden die ersten virtuellen Studios in Deutschland, sowie die erste, virtuelle live animierte 3D Figur, die Spielfigur "Hugo". Es folgten Aufträge von VIVA, Premiere und SAT1. Michael Martensen wurde mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter zwischen 1996 und 1998 in Folge mit dem BDA Award und 1997 bis 1999 mit dem Animago.
Trotz dieses beeindruckenden Werdegangs im Medienbereich ist Michael Martensen tief im Herzen ein Bildender Künstler geblieben, der aufgrund seiner grafischen und handwerklichen Kompetenz vor allem die Malerei und Bildhauerei zu seinem persönlichen Anliegen gemacht hat. Michael Martensen arbeitet aus einem breiten Spektrum von Themen und Sujets heraus, in dem die Portrait Malerei ein immer wiederkehrendes Element darstellt, das er in der klassischen Technik der Ölmalerei umsetzt.
Text: Universal-Prints
Geprägt durch die Arbeit als TV-Grafiker (jetzt Multimedia-Designer) komme ich nicht umhin plakativ und schnell zu Arbeiten. Dies zeigt sich vor allem in der Umsetzung meiner Floralen Bildmotive, und in den Portrait-Darstellungen sowohl mit Bleistift und Kohle als auch mit Ölfarben gemalt.
Mein künstlerischer Ansatz ist keineswegs die gegenstandslose Malerei. Sondern sind es Motive – Lebewesen, Dinge oder Formen – der sichtbaren Wirklichkeit entnommen, um ganz oder in Ausschnitten als Bezugspunkt abstrahierter Bildwelten zu dienen.
So ist die Malerei abstrakt im besten Sinne, ich löse in meinen Arbeiten die – scheinbare - Wirklichkeit auf, um sie im Schaffensprozess neu zu ordnen, umzuwandeln oder mit ihrer Hilfe Sehgewohnheiten zu verändern.