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Ronny Strehmann Porträt

Ronny Strehmann
Mediengestalter und Künstler Ronny Strehmann wurde 1984 geboren und lebt in der Nähe Berlins.
Er wuchs im brandenburgischen Oderbruch im Osten Deutschlands auf, dessen Abgeschiedenheit und raue Schönheit seinen Sinn für Ästhetik prägten.
In seiner Jugend wurde bald offenbar, dass er einen geeigneten Weg finden musste, um seinen starken Emotionen und Gedanken Ausdruck zu verleihen – eine Bühne für seine Gefühlswelt.
Fotografie bedeutete ihm lediglich ein dokumentarisches Hilfsmittel, als er im Jahr 1999 auf die Technik der Mehrfachbelichtung stieß. Das war der Auftakt zu einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit der wenig beachteten Nische der Analogfotografie.
Schon die mystische Atmosphäre seiner ersten Experimente ließ das Potenzial dieses fotografischen Verfahrens erahnen, das die Fotografie auf eine höhere künstlerische Ebene zu heben vermag, indem sie Fotorealismus und malerischen Charakter zu einer außergewöhnlichen Ausdrucksstärke vereint.
Im Laufe der Jahre eignete er sich die erforderlichen Fertigkeiten und das Wissen autodidaktisch an, verbesserte und verfeinerte die technischen Vorgänge, welche zu einer unübertroffenen Qualität führten.
Seine Werke sprechen das Herz an. Für eine zeitlose visuelle Welt aus Formen und Farben wird auf zeitgenössische Bildelemente weitgehend verzichtet.
Mit ihrem überwiegend antimaterialistischen Stil schaffen die traumähnlichen Bilder einen ruhigen Kontrapunkt zu der aufdringlichen Bilderflut des Alltags und der Vielzahl an aggressiven optischen Eindrücken, wie sie von den modernen Massenmedien ausgeschüttet werden.
Im Besonderen scheinen alle Formen von aufmerksamkeitsheischender Werbung zu einer visuellen Übersättigung der Menschen beizutragen und sukzessive die Schwelle der Aufmerksamkeit zu erhöhen.
Der Künstler ist besorgt über diese Durchdringung des Alltags durch den Kommerz ebenso wie über die einhergehende Entsolidarisierung, Intoleranz, religiös oder rassistisch motivierten Hass, Diskriminierung – sei sie latent oder offenkundig – und über die widersprüchliche menschliche Natur an sich.
Das schlägt sich in den Werken nieder:
Sie verprühen einen nachdenklichen Eskapismus, der die Oberfläche durchbricht und eine Welt abseits des Trivialen und der Bedeutungslosigkeit zum Vorschein bringt.
Die Ausrüstung:
Zum Einsatz kommt die Canon EOS 5 (Kleinbild-Spiegelreflex) mit einer Gittermattscheibe, um eine akkurate Positionierung der Bildelemente zu ermöglichen. Manuelle M42-Objektive verschiedener Brennweiten von Pentacon und Carl Zeiss Jena werden um das umfassende und sehr variable Filtersystem von Cokin ergänzt.
Für gewöhnlich werden die Belichtungen auf Kleinbild-Farbnegativfilm (ISO 100) fotografiert, hin und wieder finden auch Schwarzweiß-Infrarotfilme ihren Weg in die Kamera.