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Deutschland
6.4.2014 - 31.8.2014
Einzelausstellung in der Turm-Galerie-Bonn. Sie sehen einen Überblick von Reimanns Arbeiten aus früheren Jahren bis heute: 2014.
Sie sehen Stillleben, Menschen, Landschaften.
Kleine Formate und Formate bis 100x100cm
TURM-GALERIE-BONN
=Bodo Schroeder=
Am Bollwerk 12
D- 53343 Wachtberg-Berkum
Tel: 0228- 34 08 11
Fax: 0228- 85 70 89
Vernissage am Sonntag, den 06.04.2014 um 16.00 Uhr
TURM-GALERIE-BONN
=== Bodo Schroeder ===
Hausmitteilungen
Sehr lange, über ein Jahr lang, haben Sie von der Turm- Galerie keine Einladungen mehr bekommen.
Der Grund dafür ist, dass ich erheblich erkrankt war und schließlich im April vergangenen Jahres von Professor Türler im Johanniter-Krankenhaus in Bonn höchst erfolg- reich operiert wurde. Aber in Folge der begleitenden Be- handlungen war ich derart geschwächt, dass im gesamten Jahr 2013 an das Arrangieren einer Ausstellung nicht zu denken war.
Nun aber fühle ich mich wieder recht fit und brenne darauf, Ihnen bis zum Eintritt in meinen Ruhestand, Ende 2015, noch ein paar Ausstellungen der wichtigsten Künstler aus der Turm-Galerie-Riege zusammenzustellen.
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Die erste dieser Ausstellungen ist nun Valentin Reimann gewidmet, dem überaus sympathischen Maler aus Bad Homburg, den ich seit Jahrzehnten mit seinen Bildern immer wieder mal hier zu Gast hatte.
Valentin Reimann, Jahrgang 1954, suchte sich seine Ausbildung zwischen 1970 und 1980 in ver- schiedenen Kunstschulen in Florenz zusammen. Hauptsächlich aber wurde er von dem inzwischen verstorbenen Prof. Silvio Loffredo „betreut“. In dessen Atelier und in dessen Klasse in der Akademie, ohne dass er sich dort eingeschreiben musste, denn sie kannten sich privat sehr gut. Loffredo, der
in Paris geboren wurde, war zu der Zeit einer der bekanntesten Maler in der Toskana und damit in
Italien.
Wenn man an all das denkt, was in Florenz an Kunst zu sehen ist, kann man als junger Malerei- Schüler entmutigt werden. Nicht aber Valentin! Er ruhte und rastete nicht, bis er sein handwerkliches Rüstzeug so vervollkommnet hatte, dass er sich mit eigenen Bildern an die Öffentlichkeit trauen konnte. Und seit 1986 begann er als freischaffender Maler seine Karriere. In einer Unzahl von meist sehr achtbaren Galerien in Deutschland war und ist er vertreten, auch in Kanada und in den USA hat er erfolgreich ausgestellt.
Ein Künstler mag das in der Regel nicht besonders, aber der Betrachter hätte gerne eine stilistische
Einordnung dessen, was er sieht, zur Hand.
Also habe ich für Sie gesucht nach etwas, was zu Reimanns Bildern in etwa passen könnte, und wur- de im Lexikon unter „Hyperrealismus“ fündig; besonders der Terminus „Übersteigerung der Wirklichkeit“ scheint mir recht gut zu passen:
Der Hyperrealismus, auch Superrealismus, ist eine Kunstrichtung, die Malerei und Skulptur, aber
auch Fotografie und Film umfasst. Der Realismus war immer ein wichtiges Element in der Reihe der
Stilrichtungen in der Kunst. Der Hyperrealismus ist eine Weiterentwicklung des Realismus und benachbart zur Pop Art. Sein Ideal ist nicht unbedingt eine exakte lebenstreue Nachbildung, wie sie typisch für den Realismus ist, sondern eine fotorealistische Übersteigerung der Wirklichkeit, eine
„überschärfte Realität“. Die Abstraktion wird zurückgewiesen.
Wesentliches Element des Hyperrealismus ist der Verzicht auf subjektive Interpretation durch den Künstler. Der Hyperrealismus nutzt Ausdrucksmittel des Fotorealismus, bei dem Bildinhalte mit einer an eine Fotografie erinnernden Detailgenauigkeit gemalt werden. Während der Fotorealismus durch die brillante, realistische Darstellung vor allem schön sein will, stellt der Hyperrealismus in der Dar- stellung kühl und profan „überspitzt verstörender“ Wirklichkeit die Frage nach dem Wesen der Dinge in einen fast schon ironischen, existentialistischen Kontext.
Klingt hoch wissenschaftlich, aber in der Tat: Die „überschärfte Realität“, mit der er seine Sujets in Szene setzt (an solche kann man sich als Maler nur wagen, wenn man über ein herausragendes malerisches Können verfügt), beeindruckt sehr, was in den kleinformatigen Abbildungen in der Einladung nur andeutungsweise sinnfällig wird.
Die Vergleichsweise sehr großen Ausstellungsräume hier in der Alten Schule erlauben, dass Sie über fünfzig Arbeiten von Reimann aus mehreren Jahren hier werden sehen können. Die überwiegende Mehrheit sind Ölgemälde, aber auch etliche Aquarelle sind dabei.
Nach all den Monaten meines durch die Krankheit erzwungenen „Eremiten-Lebens“ freue mich sehr darauf, Sie alle hier wiederzusehen.
Mit freundlichster Begrüßung
Ihr
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Hinweise:
- Etliche Künstler haben unter unseren Kunden schon einen veritablen „Fan-Club“, sodass es sein kann, dass selbst zu Beginn der Vernissage das eine oder andere Bild nur aufgrund
der Abbildung in der Einladung schon fest reserviert ist.
- Wir haben ein Herz für Minderheiten: Selbstverständlich darf bei uns im Alten Klassenraum am Kamin geraucht werden.
(Leicht gekürzter Text. Das ungekürzte Original hier. www.Turm-Galeri
"The after next Cuban-supermodel"